"Das CO2-Sparen geht weiter" - Umweltschutz in der BAUR-Gruppe

Im Interview verraten Patrick Boos und Alexander Schuberth, warum der Umweltschutz bei der BAUR-Gruppe eine zentrale Rolle spielt und wie die Unternehmensgruppe daran arbeitet.

Photovolatikanlage an Burgkunstadter Standort

Burgkunstadt, 1. November 2019 

von Stefan Gagel


Am Sonntag, 3. November 2019, zeigt das ZDF in seiner Doku-Reihe "planet e." mit welchen Aktivitäten sich die BAUR-Gruppe im Umweltschutz engagiert. Im Begleit-Interview berichten Alexander Schuberth, Energiemanagement-Beauftragter der BAUR-Gruppe, und Geschäftsführer Patrick Boos, warum Nachhaltigkeit einen hohen Stellenwert im Unternehmen einnimmt.

Patrick Boos, Vorsitzender der Geschäftsführung 
Patrick Boos, Vorsitzender der Geschäftsführung

Nachhaltigkeit und Umweltschutz – zwei Schlagwörter, die uns gerade ständig und überall begegnen. Zu Recht oder übertrieben?

Patrick Boos: Auf jeden Fall zu Recht! Es ist allerhöchste Zeit, sich intensiv und ausdauernd mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich hoffe, der Umweltschutz bleibt noch lange Bestandteil der öffentlichen Diskussion.

 

Dass sich unser Klima verändert und mit dramatischen Folgen zu rechnen ist, ist nicht erst seit gestern bekannt Hat unsere Gesellschaft das Thema unterschätzt oder bewusst verdrängt?

Patrick Boos: Das kann ich leider nicht beurteilen. Ich persönlich glaube, wir Menschen sind gut darin, Dinge auf die lange Bank zu schieben. Umso besser, dass nun Politik, Gesellschaft und Wirtschaft das Thema stärker in den Fokus nehmen.

Die Politik setzt sich derzeit massiv mit dem Klimawandel auseinander – doch die Ergebnisse gehen vielen Umweltschützern nicht weit genug. Das ZDF stellt in seiner Doku-Reihe "planet e." Unternehmen vor, die sich fernab von gesetzlichen Vorgaben aktiv engagieren.

Patrick Boos:
Viele Unternehmen – auch über die Doku hinaus – zeigen sich hier in der Vorreiterrolle. Das ist grundsätzlich begrüßenswert. Ob alle Unternehmer mit derselben Motivation an ihrer Nachhaltigkeit arbeiten, kann ich nicht sagen. Ich kann hier nur aus unserer Sicht sprechen. Schon unserem Firmengründer Friedrich Baur lag das Thema am Herzen. Nicht nur deswegen haben wir Nachhaltigkeit und Umweltschutz in unsere strategischen Unternehmensziele aufgenommen. Wir sind der Auffassung, dass wir als Unternehmen auch Verantwortung und Haltung zeigen müssen.

Alexander Schuberth: Ein schöner Beleg dafür, dass wir es ernst meinen mit dem Umweltschutz, ist unser langjähriges Engagement. Noch bevor in den vergangenen Jahren das Thema stark in den Fokus rückte, haben wir uns Gedanken dazu gemacht und Maßnahmen geplant und umgesetzt.

Auch die BAUR-Gruppe wird in der ZDF-Dokumentation vorgestellt. Was genau unternimmt die Unternehmensgruppe?

Alexander Schuberth: Wir haben uns das Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2020 unsere CO2-Ausstöße um 50 Prozent zu reduzieren. Dazu haben wir viele Dinge auf den Weg gebracht: Mit Photovoltaikanlagen, LED-Beleuchtung und Blockheizkraftwerken. Es mussten also zum Teil hohe Investitionen getätigt werden. Dafür ernten wir nun die Früchte: Schon zwei Jahre früher als geplant haben wir die CO2-Emissionen um über 50 Prozent gesenkt. Ein toller Erfolg!

"planet e."-Doku: Energiewende 2.0 – Der Klimaschutz der Konzerne

Sendetermine

Das ZDF zeigt die Dokumentation

am Sonntag, 3. November 2019 um 16:30 Uhr im TV

ab Freitag, 1. November 2019 ab 10 Uhr in der ZDFmediathek

 
 
 

Immer wieder wird im Online-Handel und in der Logistikbranche der Versand der Pakete zum Kunden als umweltschädlich kritisiert.

Alexander Schuberth: Das stimmt. Immer wieder wird tatsächlich die Kritik laut, der Online-Handel wäre eine Emissions-Schleuder. Ich halte von dieser Aussage wenig. Ich denke, das persönliche Shopping-Verhalten jedes Einzelnen ist hier ausschlaggebend. Wenn ich erst mehrere Kilometer mit dem Auto zum nächsten Einkaufszentrum fahre, kann das auch ziemlich umweltbelastend sein. Zumal hier bedacht werden muss, dass die Ware auch erst einmal an dieses Einkaufszentrum geliefert wird und Klimaanlagen, Beleuchtung und weitere Stromfresser ebenfalls CO2 ausstoßen.

Alexander Schuberth, Energiemanagement-Beauftragter der BAUR-Gruppe 
Alexander Schuberth, Energiemanagement-Beauftragter der BAUR-Gruppe
 

Ein Teil der Kundenbestellungen wird in Tüten verschickt. Tüten aus Plastik. Gibt es keine Alternativen?

Patrick Boos:
Sicherlich sollte man hier über kurz oder lang über alternative Verpackungen nachdenken – gar keine Frage!

Alexander Schuberth: Einen Punkt kann man der Tüte positiv zusprechen: Wir verwenden Sie häufig für kleinvolumige Lieferungen, meist für Mode. Würden wir diese Bestellungen in Versandkartons verpacken, würde die CO2-Belastung steigen, weil wir deutlich mehr ungenutzten Raum – quasi Luft – transportieren.

Über die CO2-Einsparung der BAUR-Gruppe haben wir bereits gesprochen. Geht das Sparen weiter?

Patrick Boos:
Es stand nie zur Debatte, sich auf diesen Lorbeeren auszuruhen. Derzeit überlegen wir, welches Ziel wir uns als Nächstes setzen und wie wir es erreichen können. Das CO2-Sparen geht also weiter!

Alexander Schuberth: Vor allem auch deswegen, weil Digitalisierung und technischer Fortschritt voranschreiten. Ich glaube, dadurch werden die Möglichkeiten, sich aktiv im Umweltschutz zu engagieren, ebenfalls vorangetrieben.

Vielen Dank für diese Einblicke!

Das Interview führte Stefan Gagel, Pressesprecher der BAUR-Gruppe.


Interview im PDF-Download

 

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